Barbara ist eine Hügelgemeinde, die im Mittelalter auf einem Gebiet entstand, das seit der Zeit der Langobarden bewohnt war. Sie thront auf dem Kamm eines langgestreckten Hügels zwischen den Flüssen Misa und Nevola und ist von einer hexagonalen Stadtmauer umgeben.
Am oberen Ende befindet sich die zweihundertjährige Burg, die im 15. Jahrhundert renoviert wurde. Sie war aufgrund ihrer Unverletzlichkeit umkämpft und war Schauplatz zweier erfolgreicher Verteidigungsaktionen im Jahr 1461 und 1517, jeweils gegen die belagernden Truppen von Sigismondo Malatesta, Herr von Rimini, und Francesco Maria Della Rovere, Herzog von Urbino. Um die Burg herum kann man noch eine Mauer mit Böschung bewundern, die mit vier Ecktürmen versehen ist und in einem imposanten erhöhten Hauptturm, genannt "'l Torrione", gipfelt.
Richtung Meer, jenseits des Grabens und der Zugbrücke, erstreckte sich das Dorf, das von einer Verteidigungsmauer umgeben war und in einem westlichen Ausläufer namens "Castellaro" gipfelte, dessen in den Sandstein gehauene Höhlen als Schutzräume oder Fluchtwege zum Graben und zur Burg während der Belagerungen genutzt wurden, und nicht nur zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Das mittelalterliche Dorf erstreckt sich auf einem Hang oder einer Neigung, die vom Schloss zur neoklassizistischen Kirche dell'Assunta hinabführt, einem Werk des Anconetaners Francesco Maria Ciarafoni, in dessen Inneren neben den Gipsstatuen der berühmten Bildhauer von Sant'Ippolito auch die "Geburt" von Correggio zu finden ist, die früher Domenichino zugeschrieben wurde, das Bild der "Madonna dell'Olivo", das auf einem Mühlstein gemalt wurde, und vor allem die "Madonna und Heiligen" von Pomarancio (ca. 1553-1626) und "Christus an der Säule" von F. Trevisani (1656-1746).
Von besonderem Interesse sind auch einige künstlerische und architektonische Zeugnisse aus späteren Epochen, wie die beiden Paläste des Castellaro, die im frühen 19. Jahrhundert den Adelsfamilien Leli und Bufera gehörten.
Die Gemeinde ist ein Gebiet für die Produktion von DOC-Weinen Verdicchio dei Castelli di Jesi, Esino bianco und Rosso sowie Rosso Piceno. Auch die Schaumweine sind bekannt.
Wanderer können unter anderem auf dem Weg von der Contrada San Bartolo, der Straße nach Ostra Vetere, nach dem Friedhof, zu dem malerischen Wasserfall des Flusses Nevola, der in einer einzigartigen Kalksteinlandschaft namens "Le Ripe dell'Inferno" (Die Abhänge der Hölle) eingebettet ist, Vergnügen finden.
Unter den regelmäßigen Veranstaltungen ist die "Festa del Castello", die Ende Juli stattfindet, die "Festa di Santa Barbara" (4. Dezember), die "Fiera di Santa Barbara" (erster Sonntag im Dezember) und die "Presepe vivente" (an allen Feiertagen von Weihnachten bis zum Epiphanias).
TURISTENINFORMATION UND EMPFANGSBURO - IAT Corso Vittorio Emanuele II Nr. 11
ÖFFNUNGSZEITEN SAMSTAG: VON 16:00 BIS 18:00 UHR SONNTAG: VON 10:00 BIS 12:00 UHR
Kontakt: 071-9674642, während der Öffnungszeiten 346-0876905 iat.comune.barbara@gmail.com